26 Juli 2011

Molly und Georgie


Eine große Liebe wird das nicht...

Da Mollys Narbe gut aussieht, sie 20 g zugenommen hat, beide Schweinchen sich in ihrem halben Gehege alleine langweilen und es so aussieht, als ob Georgie wohl noch länger hier bleiben muss, habe ich eben die beiden einander näher gebracht... Ich habe das Trenngitter raus genommen, Mollys großes Haus weg genommen (das hatte leider kleine Eingänge), aus den vorhandenen Röhren und Halbröhren habe ich einen „Laufweg“ gestellt, Futter und Heu wurde verteilt und dann war die Arena eröffnet. 
So sieht das ~2 m² große Gehege der beiden derzeit aus
Der nette kleine Brommsler Georgie brommselte sich sehr lieb und unaufdringlich an die Dame ran, in schönstem Österreichmeerisch brommselte er: „Küss die Hand schöne Fraaau, darf ich mich nähern, ich würde Ihnen gern was Schönes erzählen?“ und im gruseligstem Gossendeutschmeeriesch antwortete sie: „Was willste, sieh zu dassu Land gewinnst sonst beiß ich dich, ich beiß dich einfach gleich, mach nen Satz und flieh!“ und jagte ihn davon. Er floh, brommselte von „unter der Weidenbrücke“ lieb weiter und sie regte sich die ganze Zeit lautstark auf: „Was willst du von mir, komm mir blos nicht zu nahe, eine Uuuuunverschähmtheit hier einfach herum zu leben, da kann ja jeder kommen, geh mir aus dem Weg, zieh Leine, mach nen Satz muig muig muig zetter muig muig aufreg muig.“ Antwort von "Unterderröhre": „Aber schöne Fraaau nun beruhigen se sich mal wiedär, ich will ihnen doch nichts böses, nur ein wenig Gesellschaft.“ Woraufhin der Georgie anfing, demonstrativ langsam und friedlich Grünzeug zu mümmeln.
Gaaanz lieb und sowas von friedlich
Madam (wieso will mein Rechtschreibprogramm das mit Made übersetzen? Kennt es sie schon so gut?) inspizierte daraufhin ihr neues Gehege, fand Georgies Haus und lies sich darin nieder. Georgie wollte dann aber irgendwann ganz gewohnheitsmäßig in sein Haus laufen, kam genau bis zur Tür und die kleine Moräne schoss daraus hervor: „Wag es ja nich in mein Haus zu kommen, dann verpass ich dir was“ „Aber gnädige Fraaaau“ brommselte das Georgie „das ist ja eigentlich mein Haus“ … die Antwort könnt ihr euch denken...
Madame jagt den armen Georgie durchs Gehege
Hier findet sie ihn nicht wieder ;)
Der Stand der Dinge ist nun so: Georgie tappst recht fröhlich durch sein neues Reich, frisst sich seinen runden Bauch noch runder und lässt es sich gut gehen. Minimoränen Molly hockt im Haus und mault. Wenn Georgie zu nahe kommt, schießt sie hervor, zetert was das Zeug hält und jagt ihn einmal kurz in der Runde, was Georgie recht gelassen nimmt. Dann stapft sie hocherhobenen Hauptes zurück in ihr Haus und ihre Welt ist wieder in Ordnung. Hin und wieder aber frisst sie mit ihm sogar am gleichen Heuberg und richtig aggressiv, wie sie ja laut Besitzerin sein soll, hat sie sich bisher nicht gezeigt. 
Und Georgie steht jetzt sogar mutig zum Fotofragieren vorne an der Umrandung :)


 Bin guter Dinge, die beiden vertragen sich eigentlich gut, Molly muss das nur noch einsehen ;)

Kommentare:

  1. Ohje, wie süß!
    So in etwa lief es bei meinem beiden Mümmels ab, nur dass bei mir der "Herr" auf großen Macker machen musste. Inzwischen ist sie die Zicke und er ein regelrechter Pantoffelheld ;D

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  2. Molly zickt immer noch rum und Georgie ist echt ein Schisser. Aber es läuft schon besser zwischen beiden. Leider ist das bald vorbei. Die Besitzerin hat eben angerufen, sie will Molly wieder haben, sie hängt so an ihr.

    Ich bin total frustriert :(

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  3. ehem...aber dann muss sie doch erst mal die OP bezahlen, oder???? ;)

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  4. Tja, kann sie nicht, hat sie auch gleich gesagt, aber sie will in Raten zahlen... hmmmm. Morgen will die Besitzerin Molly besuchen. Sie wollte Molly ja gleich wieder haben, ich habe ihr aber erklärt, dass Mollys Narbe noch geklammert ist und wir die Klammern nächste Woche noch entfernen müssen. Ich hoffe mal, dass ich ihr hier Morgen zeigen kann, wie gut es Molly geht und das sie dann vielleicht doch kapiert, dass es besser wäre, wenn Molly hier bleibt.

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  5. Ohmann .______.
    Da kann man nur hoffen, dass sie Molly dalässt, es wäre wirklich schön für sie, in so einem gemütlichen Heim zu leben und eigentlich kann man sowas nur jedem Meerschweinchen wünschen.
    Ich kenne das gefühl, wenn man ein liebgewonnenes Tier wieder hergeben muss und weiß, dass es es nicht so gut haben wird, wie bei einem selber... Ich wünsch dir viel Glück!

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  6. Die Berliner WG12:26 vorm.

    Huhu, wie sieht´s denn aus mit der kleinen Raupenmuräne, ist die Besitzerin heute schon etwas weich geworden beim Anblick des schönen, neuen Zuhauses?? Und kann Georgie mit seinem charmanten Gebrommsel mittlerweile erste Erfolge verzeichnen? Lieben Gruß und "toi toi toi" von den Berlinern :-)

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  7. Die Besitzerin kam doch nicht, will aber nächste Woche her kommen... und zumindest denkt sie doch nochmal darüber nach, ob Molly hier bleiben darf...

    Molly hat sich eine Klammer aus dem Bauch gerissen, dieses dämliche Tier... das muss doch Schweinewehtun? Ich habe der Besitzerin jetzt auch gesagt, dass ich Molly ohnehin noch eine kleine Weile behalten muss, bis der Bauch zu ist und das sieht sie ein.

    Molly ist zu Georgie bisher nicht besonders nett, aber auch nicht mehr ganz ätzend.

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  8. Die Berliner WG10:17 vorm.

    Weia, erst knabbert sie am Faden, jetzt schafft sie sogar eine Klammer … Vielleicht hat die schlaue Maus ja kapiert, dass sie zumindest auf jeden Fall bei dir bleiben kann, bis alles wieder zu ist …

    Nicht mehr ganz so ätzend – das ist doch schon mal ein Fortschritt :-)

    Ich hoffe, die Besitzerin nutzt die Woche, um in die richtige Richtung zu denken!! Dieses Warten muss für dich echt übel sein …

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  9. Bisher hat sich die Besitzerin nicht wieder gemeldet. Molly ist eh noch angeschlagen und kann gar nicht zurück zu ihr (ich glaub nicht, dass die Besitzerin in der Lage wäre, die Wunde zu spülen).

    Leider ist es zwischen Molly und Georgie wirklich keine große Liebe. Er steht oft am Gitter und schaut meine anderen Schweine an und die sind auch alle recht lieb zu ihm (sogar unser Balou - genau genommen schaut der sich den Georgie nur interessiert an und scheint ihn nicht für voll zu nehmen). Ich überlege tatsächlich, ob ich es mal mit einer gemischten Gruppe versuche, zwei Böcke und 7 Weibchen auf 11 m² + Etagen... ob das klappt?

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  10. Na da bin ich ja gespannt, wie das weitergeht da bei dir... ;)

    Keine Ahnung, ob das klappt, wenn du sie zusammen setzt. Meine Jungs interessieren sich auch nicht für einander, solange jeder sein eigenes Reich und seine eigenen Mädels hat... ;) Und wenn du dann, wenn Molly evtl. in deine große Gruppe zieht, mal versuchst Georgie jemand anderes als Gesellschaft zu geben? Fluse vielleicht? Aber probieren könntest du es ja ihn auch in deine große Gruppe zu integrieren. Theoretisch kann man ja dann immernoch trennen, falls es nicht klappt, oder sehe ich das zu einfach/naiv?

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  11. Ich weiß auch nicht so recht, wenn ich Georgie eins meiner Mädels dazu gebe, dann würde das für sie ja bedeuten: raus aus einem (derzeit) 9 m² Gehege in das 2 m² Gehege von Georgie. Selbst wenn ich sein Gehege etwas größer mache, es wäre einfach irgendwie unfair.
    Ach ich weiß auch nicht wies weiter gehen soll, bin total gefrustet - ach und Molly hat schon wieder ein Loch im Bauch... und Blähungen, und abgenommen hat sie auch und ich verzweifle langsam..

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  12. Och Mensch, fühl dich mal gedrückt! Ich kann dich total verstehen!
    Eine andere Idee hab ich gerade noch: Du könntest auch noch ein recht junges Mädchen zu Georgie neu dazuholen. Sie ist dann noch kein großes Gehege gewöhnt und auch in seinem Alter. Obwohl man damit ja auf jeden Fall warten muss bis man weiß, wie es mit Molly weitergeht (gesundheitlich und wo sie in Zukunft wohnen soll). Weil selbst wenn du Molly in deine Gruppe setzt, sitzt Georgie bis zu seiner Vermittlung ja auch alleine... Ach, alles schwierig... :(

    Für Molly sind aber auf jeden Fall weiter alle Daumen gedrückt!

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